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Menü «Wind und Wetter»: gemessener Wind, Prognosen, Radar und Strömungen

Anleitung · aktualisiert am 19.10.2026

Der Wind, der jetzt weht, der Wind, der kommt, Regen und Gewitter, und was das Wasser macht.

Wozu dieses Menü dient

Das Navleman-Menü, die Kachel «Wind und Wetter» eingekreist.
Menü, dann die Kachel «Wind und Wetter».

Ein Untermenü, Stationsmessungen — der am Seeufer gemessene Wind —, dann die Karten direkt in der Liste, ohne Untermenü: der vorhergesagte Wind (Pfeile, Animation), der Regen und seine Wahrscheinlichkeit, das Gewitterrisiko, die benannten Winde, die Strömungen und die Wassertemperatur, der Nebel, das Radar von MeteoSchweiz und am Ende der Liste die Webcams.

Wellen und geschützte Zonen findest du unter Seeinfo und Sportlich unterwegs.

Die Sturmwarnfeuer an Land sind massgebend und gehen allem vor, was die App zeigt.

So verwendest du es

Menü öffnen

Tippe auf Menü unten rechts, dann auf die Kachel des Menüs. Zuoberst: 📖 Anleitung zu diesem Menü (diese Seite) und ↺ Karten zurücksetzen, das alles auf einmal ausschaltet.

Oben das Untermenü Stationsmessungen: der Wind der nächstgelegenen Station, alle 10 Minuten; Starkwindwarnung ab 25 Knoten, Sturmwarnung ab 33 Knoten. Darunter die Karten direkt in der Liste, dann die Stärke der Animation, «Himmel aktualisieren» und das Klappfeld Info (mit dem Gewitterzellen-Alarm).

Das geöffnete Menü mit der Liste seiner Karten und einem Kontrollkästchen vor jeder.
Das geöffnete Menü: eine Zeile pro Karte.

Eine Karte einschalten

Hake das Kästchen einer Karte an, um sie über den Hintergrund zu legen; entferne das Häkchen, um sie wieder auszublenden. Der Pfeil rechts in der Zeile klappt ihren Infotext auf: was die Karte zeigt, ihre Farblegende, ihre Quelle und was sie nicht sagt. Ein Etikett OFFLINE kennzeichnet eine in die App integrierte Karte, die ohne Netz funktioniert.

Warum Kontrollkästchen? Damit nur auf der Karte liegt, was du gerade brauchst: Zehn gleichzeitig eingeschaltete Ebenen sind nicht mehr lesbar.

Zwei angehakte Karten in der Liste; der Pfeil rechts in einer Zeile klappt ihren Infotext auf.
Hake das Kästchen an; der Pfeil rechts klappt den Infotext der Karte auf.

Die Karte lesen

«Wind — Pfeile»: Jeder Pfeil zeigt, wohin der Wind weht, seine Länge und Farbe die Stärke. Hier ein Beispielwind aus Westsüdwest auf dem Grand-Lac.

Die Karte des Grand-Lac voller grüner Pfeile Richtung Ostnordost, unten die Zeitleiste.
Die Windpfeile: Richtung, und Stärke über die Farbe.

Auf einen Punkt tippen: das Infofenster

Sobald eine Prognosekarte eingeschaltet ist, erscheint unten am Bildschirm die Zeitleiste. Verschiebe den Regler: Wind, Regen, Gewitter, Wellen, Strömungen und Temperatur werden für die gewählte Uhrzeit neu berechnet, bis zu 24 Stunden voraus. Jetzt springt zur aktuellen Uhrzeit zurück.

Warum bis zu deiner Rückkehr schieben? Auf dem Genfersee dreht der Wind oft am Nachmittag: Schau dir die Karte für die Uhrzeit der Rückkehr an, nicht für die Abfahrt.

Das Radar hat einen eigenen Player ◀ ▶: die letzte beobachtete Stunde, dann die kommende Stunde, berechnet durch Verlängerung der Regenbewegung (die Uhrzeit der prognostizierten Bilder steht in Orange).

Die Zeitleiste unten am Bildschirm, eingekreist: ein Regler «jetzt» und eine Schaltfläche «Jetzt».
Die Zeitleiste: Verschiebe den Regler, um die nächsten Stunden zu sehen.

Wie die Daten abgeglichen werden

Die Himmelskarten stammen aus dem Modell ICON-CH1 von MeteoSchweiz (Maschenweite ein Kilometer), von Open-Meteo für ein Punkteraster rund um den See bereitgestellt und dazwischen interpoliert: Wind, Böen, Regen, Regenwahrscheinlichkeit, Gewitterrisiko (konvektive Energie und Hemmung). Der Nebel stammt aus dem Standardmodell von Open-Meteo. Das Radar ist das Komposit von MeteoSchweiz (1 km, alle 5 Minuten); seine Prognose für eine Stunde ist eine von der App berechnete Extrapolation, keine Prognose von MeteoSchweiz. Strömungen und Wassertemperatur stammen aus dem 3D-Modell der Eawag, in Dreistunden-Schritten. Die benannten Winde (Bise, Joran, Vaudaire…) werden aus Richtung, Stärke, Seeabschnitt und Uhrzeit abgeleitet, gemäss der Beschreibung der SISL, und dann durch gemessene Böen bestätigt, wenn eine Station solche liefert.

Zu den Messwerten gehören auch LéXPLORE, eine Forschungsstation auf dem See vor Pully, und drei Club-Windmesser des Netzes OpenWindMap in Versoix, bei Saint-Prex und in Morges: der Wind auf Wasserhöhe. Diese vier Messungen lösen weder Windwarnungen noch benannte Winde aus.

Stationsmessungen

Die echten Messwerte des SwissMetNet-Netzes von MeteoSchweiz, alle 10 Minuten: die nächstgelegene Station oder die, die du wählst. Starkwindwarnung ab 25 Knoten, Sturmwarnung ab 33 Knoten, je Seeabschnitt. «Ganzes Panel öffnen» zeigt alle Stationen. Massgebend ist das orange Warnlicht an Land.

Die Karten dieses Menüs

Gewitterzellen-Alarm. Während der Fahrt vergleicht die App Radarbilder im Abstand von fünf Minuten, um eine Zelle zu erkennen und ihre Verlagerung zu messen. Sie nutzt die Hagelwahrscheinlichkeit von MeteoSchweiz — ein direkter Marker für hochreichende Konvektion, berechnet vom 1. April bis 30. September — und sonst die Kerne mit starkem Regen. Sie schlägt Alarm, wenn eine Zelle weniger als 30 km entfernt ist und in weniger als einer Dreiviertelstunde bei dir ist, und nur nach «Los geht's».

Der Regler blättert durch die nächsten Stunden für Wind, Regen, Wahrscheinlichkeit, Strömungen und Nebel. Das Radar ist eine Beobachtung, keine Prognose: Es hat einen eigenen Player (◀ ▶) und folgt dem Regler nicht.

Das Komposit von MeteoSchweiz (Produkt RZC der fünf Schweizer Radare, 1 km, ein Bild alle 5 Minuten) besteht nicht aus Kacheln: Die App decodiert die Datei und zeichnet sie selbst, deshalb bleibt es bei jedem Zoom scharf, und das letzte Bild bleibt offline verfügbar. Etwa 30 KB pro Bild.

Die benannten Winde zeigen Sektor für Sektor das herrschende Windsystem — Bise, Joran, Vaudaire, Séchard, Rebat, Morget, Môlan, Bornan oder «le vent» aus Südwest — und folgen der Zeitleiste: Man sieht, um welche Uhrzeit die Bise dem Joran Platz macht.

Das Gewitterrisiko verknüpft die für Konvektion verfügbare Energie, den Deckel, der ihren Start verhindert, und den zur selben Stunde erwarteten Regen. Es ist eine Prognose des Potenzials, keine Erkennung einer Gewitterzelle.

Die Windanimation braucht am meisten Akku: Sie pausiert im Hintergrund oder wenn die Karte zwei Minuten lang nicht berührt wird.

Quellen: MeteoSchweiz (ICON-CH1 und Radar), Eawag (Strömungen), Open-Meteo (Sichtweite).

➶ Wind — Pfeile

Der vorhergesagte Wind Stunde für Stunde, als Pfeile, über dem ganzen See. Die Zeitleiste folgt dem Regler.

< 5 kn5–1010–1515–2020–27≥ 27 kn

Tipp. Schiebe die Zeitleiste, um zu sehen, wie der Wind dreht und zunimmt.

Gut zu wissen. Eine Modellprognose, keine Messung: Die SwissMetNet-Messwerte für den tatsächlichen Wind findest du im Wetter-Bildschirm.

Quelle: Open-Meteo, Modell ICON-CH1 von MeteoSchweiz

💨 Wind — Animation

Dasselbe Windfeld als treibende Partikel: Auf einen Blick sieht man, wo der Wind zulegt und wo er dreht.

< 5 kn5–1010–1515–2020–27≥ 27 kn

Tipp. Am anschaulichsten, um zu sehen, wo der Wind zulegt; braucht aber auch am meisten Akku.

Gut zu wissen. Dieselbe Prognose wie die Pfeile, nur die Darstellung ist anders.

Quelle: Open-Meteo, Modell ICON-CH1

🌧 Erwarteter Regen in mm (ICON-CH1)

Der erwartete Regen in Millimetern pro Stunde.

< 0,5 mm/h0,5–22–5≥ 5 mm/h

Gut zu wissen. Eine Prognose: Der echte Schauer kann daneben und eine Stunde früher niedergehen.

Quelle: Open-Meteo, Modell ICON-CH1

☔ Regenwahrscheinlichkeit (ICON-CH1)

Die Regenwahrscheinlichkeit in Prozent.

5–30 %30–60 %60–80 %≥ 80 %

Gut zu wissen. Eine Wahrscheinlichkeit ist keine Menge: 70 % Risiko kann drei Tropfen bedeuten.

Quelle: Open-Meteo, Modell ICON-CH1

⛈ Gewitterrisiko (ICON-CH1)

Das Gewitterrisiko, abgeleitet aus der vorhergesagten konvektiven Energie und Hemmung.

geringes Risikomässiges Risikohohes Risiko

Tipp. Eine orange oder rote Zone heisst nicht, dass ein Gewitter losbricht, sondern dass es könnte: Behalte Himmel und Radar im Auge.

Gut zu wissen. Ein Hinweis auf günstige Bedingungen, keine Erkennung: Ein Gewitter kann ausserhalb der Zone losbrechen, und eine rote Zone kann ruhig bleiben. Massgebend ist das orange Warnfeuer an Land.

Quelle: Open-Meteo, Modell ICON-CH1 (CAPE und CIN)

🏷 Benannte Winde des Genfersees

Die benannten Winde des Genfersees — Bise, Joran, Vaudaire, Séchard — abgeleitet aus Richtung, Stärke, Sektor und Uhrzeit, dann durch gemessene Böen bestätigt, wenn ein aktueller Messwert vorliegt.

Tipp. Der Name des Windes pro Seesektor, Stunde für Stunde: Man sieht, um welche Uhrzeit die Bise dem Joran weicht.

Gut zu wissen. Ein Name ist eine Deutung, keine Messung. Zwei Windsysteme können sich den See streitig machen.

Quelle: Open-Meteo für das Feld, SwissMetNet für die Bestätigung

🌀 Oberflächenströmungen (3D-Modell Eawag)

Die Oberflächenströmung 1 m unter Wasser, als Pfeile, in Dreistunden-Schritten.

< 2 cm/s2–6 cm/s6–12 cm/s12–25 cm/s≥ 25 cm/s

Tipp. Nützlich für einen langen Schlag oder eine Abdrift: 0,15 m/s quer während einer Stunde ergeben mehr als 500 m.

Gut zu wissen. Ein Modell: Es kennt die lokale Strömung einer Flussmündung nach einem Hochwasser nicht.

Quelle: 3D-Modell Delft3D-Flow der Eawag, über die Alplakes-API

↳ als Animation (treibende Partikel)

Dieselbe Strömung als treibende Partikel.

< 2 cm/s2–6 cm/s6–12 cm/s12–25 cm/s≥ 25 cm/s

Gut zu wissen. Dasselbe Feld wie die Pfeile.

Quelle: 3D-Modell Eawag

🌡 Wassertemperatur an der Oberfläche (3D-Modell Eawag)

Die Wassertemperatur 1 m unter der Oberfläche, über den ganzen See, in Dreistunden-Schritten. Die Zeitleiste folgt dem Regler.

< 6 °C6–88–1010–1212–1414–1616–1818–2020–2222–24≥ 24 °C

Tipp. Zum Baden, Tauchen und Fischen: die Temperatur in 1 m Tiefe, in Dreistunden-Schritten.

Gut zu wissen. Ein Modell, keine Messung: Bei einer Flussmündung, einer Einleitung oder in einer seichten Bucht kann das tatsächliche Wasser um mehrere Grad abweichen. Für das Tiefenprofil siehe Menü › Tauchen.

Quelle: 3D-Modell Delft3D-Flow der Eawag, über die Alplakes-API

🌫 Nebel — erwartete Sichtweite

Die erwartete Sichtweite Stunde für Stunde, um Dunst vorauszusehen, der den See zumacht.

Sichtweite 6–8 km4–6 km2–4 km< 2 km

Tipp. An Herbstmorgen vor dem Ablegen anschauen.

Gut zu wissen. Nicht alle Modelle liefern die Sichtweite; fehlt sie, zeigt die Karte das an.

Quelle: Open-Meteo, Standardmodell

🇨🇭 Wetterradar MeteoSchweiz — letzte Stunde und Prognose für 1 h

Das Schweizer Niederschlagsradar, Komposit mit 1 km, alle fünf Minuten aktualisiert. Der Player ◀ ▶ zeigt die letzte Stunde, dann die kommende Stunde: den Regen, verlängert in die Richtung, in die er zieht (Uhrzeit in Orange). Mit deiner Position sagt die Leiste, ob der Regen zu dir kommt.

< 0,4 mm/h0,4–11–2,52,5–66–1515–40≥ 40 mm/h

Tipp. Der Player ◀ ▶ spielt die letzte Stunde ab, dann die prognostizierte Stunde (Uhrzeit in Orange): Man sieht, wohin der Regen zieht. Mit GPS meldet die Leiste «Regen hier in ~15 min erwartet».

Gut zu wissen. Die Prognose verlängert die Bewegung des Regens: Sie sieht weder einen Schauer entstehen noch ein Gewitter sich vor Ort bilden. Etwa eine halbe Stunde zuverlässig, bis zu einer Stunde als Hinweis. Es ist keine Prognose von MeteoSchweiz.

Quelle: MeteoSchweiz (Radarbilder); Prognose: von Navleman berechnete Extrapolation

📷 Webcams am Seeufer

Die Webcams mit Blick auf den See, auf der Karte platziert: Ein Klick öffnet das Livebild beim Betreiber. Die Infofenster der Häfen und Strände verlinken auch die nächstgelegene, sofern sie höchstens 1 km entfernt ist.

Tipp. Ein Klick öffnet das Livebild beim Betreiber.

Gut zu wissen. Eine Webcam kann ohne Vorwarnung ausfallen oder die Adresse wechseln. Das Bild gehört dem Betreiber: Die App speichert keine Kopie und funktioniert daher nicht ohne Netz.

Quelle: OpenStreetMap (ODbL) und Seiten der Betreiber (Roundshot, Skaping, Stadt Genf, Sauvetage d'Ouchy) · Liste geprüft am 22.09.2026

Was dieses Menü sagt und was nicht

Was es sagt. Den alle 10 Minuten gemessenen Wind, die Prognosen des Modells ICON-CH1 von MeteoSchweiz, das Radar, die von Eawag modellierten Strömungen und Temperaturen.

Was es nicht sagt. Eine Prognose ist keine Messung: Böen, Gewitter und Winddreher können früher, später oder anderswo kommen. Die Radarprognose verlängert die Bewegung des Regens: Sie sieht keinen Schauer vor Ort entstehen.

Navleman ist eine Navigationshilfe, kein amtliches nautisches Dokument: Die offizielle Karte, die Sturmwarnfeuer und die Anweisungen der Behörden haben immer Vorrang.

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